Welche Bremsseillänge benötige ich?

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  • Hallo,
    entschuldigt die Leichenfledderei - leider stehe ich gerade auch vor der Handbremsseilproblematik und komme nicht weiter (ohne Ausbau und Längenmessung) bei meinem BWY der allerallerersten Produktionsgeneration. Mein linker Sattel inkl. Handbremsmechanik war fest und da habe mich entschlossen die Bremsanlage hinten zu wechseln. Soweit beißt die auch gut - bis auf die Handbremse, die geht null. Anscheinend ist das Seil fest. Nun will ich die Seile austauschen, habe aber noch den Bremshebel der ersten Generation und würde laut diesem Thread andere Bremsseile (nicht die 1722mm die es überall gibt) benötigen. Oder doch nicht? Kann mir jemand sagen wie lang die Seile sein müssen und ob diese noch erhältlich sind?
    Auf einen Austausch des Hebels nur wegen der Seile würde ich gerne verzichten...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von johnnymoped ()

  • Da ist meisten der automatische nachstellende Handbremshebel der Übeltäter. Viele wechseln deshalb auf den neueren Handbremshebel.

    Handbremsseile aushängen, mit einer Wasserpumpenzange drehen und anschließend schauen ob sich der Seilzug rein/raus bewegen lässt.
    Obwohl ich doch vom "Fach" bin, arbeite ich immer nach dem Motto:

    Probieren geht über Studieren!!! :this:
  • m4lisch schrieb:

    Handbremsseile aushängen, mit einer Wasserpumpenzange drehen und anschließend schauen ob sich der Seilzug rein/raus bewegen lässt.
    das kann aber auch schon gecheckt werden, bevor man den Hebel tauscht. Rad ab, hinten aushängen und dann mit ner passenden Zange das Seil ziehen. Geht ist gut, geht nicht, Problem erkannt :vain:
    Man muss mich nicht mögen... :miffy: ...aber, man sollte mich respektieren... :vain:
  • Charliesdaddy schrieb:

    m4lisch schrieb:

    Handbremsseile aushängen, mit einer Wasserpumpenzange drehen und anschließend schauen ob sich der Seilzug rein/raus bewegen lässt.
    das kann aber auch schon gecheckt werden, bevor man den Hebel tauscht. Rad ab, hinten aushängen und dann mit ner passenden Zange das Seil ziehen. Geht ist gut, geht nicht, Problem erkannt :vain:
    Wo habe ich etwas anderes behauptet? ?(
    Obwohl ich doch vom "Fach" bin, arbeite ich immer nach dem Motto:

    Probieren geht über Studieren!!! :this:
  • Danke erstmal für den Input. Nach der Gängigkeit der Seile zu schauen war sowieso die weitere Vorgehensweise - regnet nur gerade bei uns heftigst. Komischerweise ging die Mechanik beim Einbau der neuen Sättel noch einwandfrei (hat nur nicht zugebissen). Nun scheint aber irgendwas festgegangen zu sein, da sich am Sattel nichts tut, die Handbremse maximal 2 klicks bewegt werden kann und das Seil aber "keinen Weg macht" (von der ausgebauten Mittelkonsole aus gesehen). Da ich naiverweise auf die billigste Komponente hoffe, wollte ich schonmal nach einem passenden Angebot schauen. Habe mittlerweile noch eine weitere Info zur Länge gehört, ich bin nun bei 1722mm, 1735mm, 1780mm. Was ist denn nun richtig? Oder gleicht die automatische Nachstellung die Differenz theoretisch aus und es ist egal was man kauft? Und noch eins: Woran erkennt man, dass die Nachstellung defekt ist? Habe nach Ausbau der Mittelkonsole den Eindruck, dass das Teil tut was es soll.
  • johnnymoped schrieb:

    Nun scheint aber irgendwas festgegangen zu sein, da sich am Sattel nichts tut, die Handbremse maximal 2 klicks bewegt werden kann und das Seil aber "keinen Weg macht"
    Hast irgendwie Deinen Sattel gehimmelt? Wenn das Seil vorher locker in der Führung lief und nun Nichts mehr geht?! Eventuell zuweit zurückgedreht und verrammelt ??
    Man muss mich nicht mögen... :miffy: ...aber, man sollte mich respektieren... :vain:
  • Charliesdaddy schrieb:

    Hast irgendwie Deinen Sattel gehimmelt? Wenn das Seil vorher locker in der Führung lief und nun Nichts mehr geht?! Eventuell zuweit zurückgedreht und verrammelt ??
    Nein, die Sättel bremsen 1A mit dem Fußpedal. Zurückgedreht wurde auch nur soweit nötig und auf die Nasen an den Klötzern resp. Führung am Kolben hab ich auch geachtet. Geht nur um die blöde Handbremse (die schon vor dem Einbau der neuen Sättel nicht ging weil einer der alten Sättel fest war).
  • johnnymoped schrieb:

    ... Da ich naiverweise auf die billigste Komponente hoffe, wollte ich schonmal nach einem passenden Angebot schauen. Habe mittlerweile noch eine weitere Info zur Länge gehört, ich bin nun bei 1722mm, 1735mm, 1780mm. Was ist denn nun richtig? Oder gleicht die automatische Nachstellung die Differenz theoretisch aus und es ist egal was man kauft? Und noch eins: Woran erkennt man, dass die Nachstellung defekt ist?...
    Nein, so weit wird es wohl nicht ausgleichen!

    Catcar #3

    Da sieht man, dass die Teile bei der B4Y & B5Y sich geändert haben. Du hast den BWY und somit müsste 1447432 sein. (1722/1514 mm)

    Nachstellung defekt kann man hier suchen, musst du selbst durch. ;) Wie durchsuche ich das Forum effektiv?

    PS: hier wurde aber schon des öfteren auch diskutiert, dass Neuteile (Sattel) immer wieder mal einen defekt aufweisen. Musst du nun abarbeiten und prüfen :D !
    Obwohl ich doch vom "Fach" bin, arbeite ich immer nach dem Motto:

    Probieren geht über Studieren!!! :this:
  • Erst einmal ein großes Danke an @m4lisch für den Hinweis auf diese hervorragende Internetseite (Catcar). Sowas habe ich schon länger gesucht.

    Nun nochmal ein Update zum Reparaturfortschritt und zu dem Mist mit der automatisch nachstellenden Handbremse :dash: :

    1. Die alten Bremsseile erwiesen sich als ausreichend gängig nachdem ich diese manuell mehrfach hin und her bewegt habe
    2. Nach dem Einhängen der Seile und Betätigung der Handbremse (diese machte zu diesem Zeitpunkt maximal 5 Rasten) ging aber der Handbremsmechanismus am Sattel nicht mehr ganz in Ruhe was darin resultierte, dass die Klötzer dauerhaft anlagen. Daraufhin habe ich dann zusätzliche Druckfedern montiert
    3. Nun ging der Handbremsmechanismus am Sattel wieder in Ruhe aber die Handbremse zog erst ab 5 Rasten und war bei 7 Rasten erst richtig fest. Mit Gewalt konnte man eine weitere Raste ziehen (also 8 Rasten)... Lösung: Nachdem ich endlich so richtig verstanden habe wie die automatische Nachstellung funktioniert, habe ich dem Anschlagpunkt der Feder durch biegen etwas mehr Weg gegeben. Nun zieht die Handbremse bei 3 Rasten gut und bei 4 Rasten ist ein Anfahren unmöglich. Eine 5 Raste würde evtl. mit Gewalt auch noch ziehbar sein, habe ich aber nicht probiert.

    Im Endeffekt funktioniert jetzt alles so wie gewünscht und das ohne Austausch des Hebels oder der Seile. :beer:

    Auf eine explizite Beschreibung der Arbeiten aus Punkt 2 und 3 verzichte ich, da es sich hier um sicherheitsrelevante Teile handelt und die Lösungsansätze so von Ford nicht vorgesehen sind.
  • Das heißt am Sattel sind zusätzliche Federn und an der automatischen Nachstellung hast du auch ne Feder verändert?

    Hört sich für mich leider danach an, dass es keine dauerhafte Lösung ist. Behalte es also bitte im Auge, nicht dass deine Handbremse mal hängt und du deine Klötze & Scheiben verglühst. ;)

    Top Rückmeldng :) !!
    Obwohl ich doch vom "Fach" bin, arbeite ich immer nach dem Motto:

    Probieren geht über Studieren!!! :this:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von m4lisch ()

  • So, kurze Aktualisierung in Bezug auf die Dauerhaftigkeit meiner Handbremsen-Behelfslösung. Mittlerweile fahre ich damit mehr als 6 Monate und über 15.000 km absolut problemfrei. Ich würds wieder so machen :thumbup:

    @m4lisch: Je Sattel ist zusätzlich eine Druckfeder verbaut. An der automatischen Nachstellung wurde von mir nur "der Anschlagpunkt" durch vorstichtiges zurechtbiegen verändert.
  • ruderbernd schrieb:

    Und wo bleiben die Bilder zu deiner Lösung?

    johnnymoped schrieb:

    Auf eine explizite Beschreibung der Arbeiten aus Punkt 2 und 3 verzichte ich, da es sich hier um sicherheitsrelevante Teile handelt und die Lösungsansätze so von Ford nicht vorgesehen sind.

    .......................
  • Hallo,
    die Feststellbremse beim Ford Mondeo MK3 ist eine ständige Problembaustelle, aber nicht nur bei Ford!

    Sie ist ständig dem Schmodder ausgesetzt und verrottet daher sehr schnell.
    Andere Hersteller haben dieses Problem sogar mit einer integrierten Trommelbremse gelöst. (Mercedes)

    Ford hatte mal eine enge Zusammenarbeit mit Mazda und bei meinen MX-5, egal bei welchen, ist ein sehr ähnlicher Sattel verbaut und die Probleme gleichen sich auch.

    Grundsätzlich haben wir es hier mit einem 1 Kolben Schwimmsattel mit zusätzlicher mech. Verstellung über den Handbremshebel zu tun.

    Kann der Schwimmsattel nicht schwimmen verglasen die Beläge und die Bremswirkung ist weg! Neue Beläge werden nötig.

    Reinigen und schmieren der Sattelbolzen mit blauer ATE Bremspaste bringt Abhilfe.
    Bei mir werden die bei jedem Radwechsel von Sommer auf Winter und auch von Winter auf Sommer gepflegt sowie der Handbremsmechanismus!

    Bei Mazda z.B. ist dies in keiner Inspektionsanweisung vorgesehen. Die verkaufen lieber neue Sättel für > 400,-€.
    Ein Blick in die Wartungsgeschichte unseres MK3 zeigt seit 2006 schon den 4. neuen Bremssattel hinten links.
    Die TüV Protokolle zeigen immer wieder Probleme mit der Feststellbremse. (Bis 2016 ausschließlich Ford Wartung!)

    Die Handbremsverstellung am Bremssattel bedarf einer ständigen Überprüfung.
    Auf abgelegener Landstraße, VORSICHT, müssen die Hinterräder blockieren wenn man bei ca. 40 km/h am Hebel zieht.
    Geht das nicht sehe ich hier Handlungsbedarf.

    Der MK3 hat nicht nur am Bremssattel ein Problem.
    Die Bremsseile gehen auch schon mal fest. Sind aber nicht so teuer.
    Alle Probleme zusammen erhöhen den Kraftaufwand am Handbremshebel.

    Es gibt auch Lösungsansätze mit Zusatz-Rückholfedern.
    Die haben bei mir noch keinen Einzug gehalten da ich der Meinung bin das muss auch so gehen.

    Hier ein paar Bilder:

    google.de/search?biw=1138&bih=…b..0.0.0....0.cu7wEnxoX7k

    google.de/search?biw=1138&bih=…b..2.0.0....0.J5nFK03YHD4

    google.de/search?biw=1138&bih=…b..0.0.0....0.vxosKv9o75M

    Gruß
    Helmut