Wie Kühlwasser ablassen?

  • Ich habe vor einer Woche bei meinem 2003 er Mondeo das Kühlwasser ( Frostschutz) gewechselt. Auch ich habe keine Ablassschraube. Also auf der Rechten Seiten unten am Kühler die Spange gelöst und den Schlauch abgezogen. Danach aufgefüllt bis Anschlag, laufen gelassen bis es nachsackt, wieder nachgefüllt bis MAX und laufen lassen bis der Lüfter ansprang. Nochmal 5 Minuten laufen gelassen damit er ordentlich entlüftet ist. Fertig. Läuft

  • Ich würde an deiner Stelle den unteren Schlauch abziehen und wenn nichts mehr kommt mit klarem Wasser solange nachspülen bis alle Kühlmittelreste raus sind. Dann die vorgeschriebene Menge reines Kühlmittel einfüllen und den Rest mit Wasser ergänzen. So würd ich es machen. Ablassschraube am Kühler gibts tatsächlich nicht. War mein Irrtum, sorry ;) :)

  • wenn sie zB eher in der Mitte sitzt und man damit nicht das gesamte Kühlwasser rausbekommt.

    Der Diesel hat auf der Kühlmittelpumpe eine Entlüftungsschraube, die unterhalb des Niveaus des Ausgleichsbehälter liegt. Ich weis aber nicht, ob der Ottomotor das auch hat.

  • Ich habe vor einer Woche bei meinem 2003 er Mondeo das Kühlwasser ( Frostschutz) gewechselt. Auch ich habe keine Ablassschraube. Also auf der Rechten Seiten unten am Kühler die Spange gelöst und den Schlauch abgezogen. Danach aufgefüllt bis Anschlag, laufen gelassen bis es nachsackt, wieder nachgefüllt bis MAX und laufen lassen bis der Lüfter ansprang. Nochmal 5 Minuten laufen gelassen damit er ordentlich entlüftet ist. Fertig. Läuft

    Das hab ich auch mal probiert.
    Beim Focus Benziner kein Thema...
    Beim Focus Diesel mk1 und Mondeo Diesel MK3, war dann soviel Luft drin. Das das Thermostat nicht aufgehen wollte.


    Der Motor wurde immer heißer.
    Beim Focus Benziner ist im letzten Moment das Thermostat aufgegangen (Original OEM neu). Dann musste Wasser ohne Ende rein, weil soviel Luft raus war...


    Beim Diesel 2,2 Tdci keine Chance...
    Musste abstellen, war mir zu Riskant.
    Anzeige ging viel zu weit über die 91°C ca.die Mitte.


    Hab mir ein Entlüfttgerat bei eBay gekauft.
    Das geht viel schneller.
    Luft Raussaugen umschalten Kühlwasser rein.


    Im stand bei den Temperaturen dauert das viel zu lang, bis das Wasser warm ist das Thermostat aufgeht.
    War günstig das Teil. 2 min und es ist fertig entlüftet.


    Gibt dann auch keine Kopfdichtung die durchbrennt.
    Alles andere ist Steinzeit-Methode. :phat:

  • Wenn der Motor heiß wird, ist auch das Wasser heiß. Und heißes Wasser macht das Thermostat auf. Der Teil, der das Thermostat öffnet, ist im Motorwasserkreislauf.


    Ausserdem gibt es da einen Trick: Beim Befüllen den oberen Schlauch vom Kühler beim Thermostatgehäuse lösen und dann auffüllen, bis es oben aus dem Schlauch rauskommen will.


    Ich habe so schon viele Fahrzeuge (Benziner, Diesel, Fords, Nicht-Fords) mit Kühlerflüssigkeit befüllt und nie irgendwie Probleme gehabt mit heißlaufendem Motor.

    Noch ein Henry Ford Zitat


    Wenn du willst, das eine komplizierte Arbeit auf die einfachste Art erledigt wird, setze einen Faulen dran.

  • Gibt es denn nicht irgendwo am Motorblock noch eine Schraube, um das Kühlwasser zumindest teilweise ablassen zu können?

    Warum sollte es eine geben? Warum sollte ein Hersteller eine Schraube mit allen drumherum (Dichtung, Hinweis in der Betriebsanleitung und Werkstatthandbuch, ...) einbauen, wenn man sie nicht braucht? Der Hersteller denkt in erster Linie an die Produktionskosten und je mehr Einzelteile man braucht, desto teurer wird es.


    Das ist Entwicklungs- und Produktionstechnik:
    Wenn man beschlossen hätte, am Motorblock eine Kühlwasserablasschraube einzubauen, müsste man bei der Entwicklung kucken,

    • an welcher Stelle die Schraube sitzen muss, damit man an die Schraube kommt und dies gleichzeitig ein kühlwasser-günstiger Platz ist, sofern es den überhaupt gibt,
    • wo das Wasser hinläuft bzw. hinlaufen könnte wenn es denn heiß oder arschkalt ausläuft und was beschädigen könnte, auch der Monteur in der Werkstatt fällt darunter,
    • was passiert, wenn man die Schraube zu heftig anzieht (Abreißen von anderen Teilen, Vorschädigungen usw.)
    • ...


    Dann müsste man das ganze testen, ob die Schraube/Dichtung auch mind. 8 Jahre dicht bleibt ohne dass man was an der Schraube gemacht zu haben (Korrosion) und dass man die Schraube auch dann noch lösen kann. So eine Testerei mit arschkalten und schweineheißem Kühlwasser über diverse verschiedene Testzyklen (Daurkalt, Daurheiß, Temperaturwechsel, Erschütterung/Vibration, ...) kostet sehr viel Zeit. Wenn es da zu Problemen kommt, dreht man noch eine Extrarunde.


    Ok, alles soweit getestet und freigegeben. Jetzt kommt die Produktion. Für vllt. 100.000 bis 300.000 jährlich hergestellte Motorblöcke muss man ebenso viele Kühlwasserschrauben einkaufen inkl. Dichtungen. Da muss dann ein Einkäufer mit den Produzenten (mehrere! wegen mögl. Produktionsausfall bei einem Zulieferer) um Preise feilschen. In der Fabrik muss es dafür auch Lagerplatz dafür geben, die beiden Teile müssen in der Teile-Datenbank (Arbeitsaufwand) aufgenommen und gepflegt werden. Dann muss man zusehen bzw. irgendwer nachhalten, ob die Schraube + Dichtung pünktlich zum Produktionsbeginn bzw. während der Produktion immer vorrätig sind. Noch jemand anderes muss stichprobenartig die gelieferten Teile auf die geforderte Qualität checken und ggf. stornieren ohne dass es zum Produktionsausfall kommt. In der Produktion dauert die Produktion eines Motorblocks jetzt vllt. 10 Sekunden länger, außerdem ist das eine Fehlerquelle, die man im Vorfeld, also vor der Planung der Produktion berücksichtigen muss. Man macht sich also Gedanken darum, wie man sicher stellen kann, dass die richtige Schraube mit der richtigen Dichtung in der richtigen Reihenfolge mit dem richtigen Drehmoment eingeschraubt wird. Dann noch der Hinweis in der Betriebsanleitung/Werkstatthandbuch, jemand der die Leute in der Produktion mit Material versorgen muss und jetzt noch Ablasschraube und Dichtung mitliefern muss (extra Handgriffe = extra Zeit), ...


    Das alles zusammen sind Kosten, die den Motorblock verteuern. Also nicht nur das Material, sondern auch der zusätzliche Logistikaufwand, die Entwicklung und die langsamere Produktion eines Motorblocks. Das und noch ein paar andere Dinge sind die Gründe, warum bei Massenproduktion auf allen möglichen Zeug verzichtet wird, warum man auf Schrauben verzichtet und Plastikgehäuse lieber kompliziert zusammenclipst anstatt zu schrauben (Reparaturfall).
    Im Endeffekt wird das Auto dann ein paar Euros teurer und das Konkurrenzmodell ist dann ein paar Euro billiger und schon werden die angestrebten Verkaufszahlen nicht erreicht und das ist ganz schlecht für's Geschäft.
    Dazu kommt noch, dass das Kühlwasser während der offiziellen Lebensdauer eines Autos von 8 Jahren (10 Jahre für Lieferfahrzeuge und 12 Jahre für LKW's) nicht gewechselt werden muss, denn lt. Bedienungsanleitung oder so heißt es, dass das Kühlwasser erst nach 10 Jahren mal gewechselt werden sollte. Und dafür kann man auch mal den untersten Schlauch abziehen oder zerschneiden. Von daher ist eine Kühlwasserablasschraube im Grunde überflüssig.


    So geht Autoproduktion bzw. jede Massenproduktion. Weglassen, was man nicht braucht ist die Maxime.

  • Ist das sarkastisch gemeint? Wenn dem so ist, dann haben sich die "wahren Ingenieure" dabei was gedacht. Es könnte z. B. sein, dass sie mit dem Weglassen auch ein paar Details geändert haben um auf die Wirbelklappen verzichten zu können. Solche Optimierungen passieren "unterwegs" also während der Produktionslaufzeit. Vllt. hat der Ansaugkrümmer ein leicht anderes Innenprofil bekommen oder der oder die Radien oder Winkel von Teilen des Ansaugkanals wurde verändert, vllt. wurde auch nur die Oberfläche des Ansaugkanals (teil)gecoatet um den Luftfluss zu optimieren, vllt. haben die auch die Steuerzeiten geändert oder mehreres zusammen, wir wissen es nicht, denn das sind gut gehütete Betriebsgeheimnisse.

  • Das sind die Kollegen, die 40+ Stunden/Woche bei einem OEM oder Zulieferer, Zuliefererzulieferer oder Zuliefererzuliefererzulierferer oder dessen Handlanger knechten und sich gleichzeitig mit ebenso vielen Problemchen rumschlagen müssen. Wie? Sind sie nicht? Es sind vllt. die Leute, die irgendwo mit schwatten Fingers irgendwas schrauben? Ich glaube, die können was reppen = modifizieren aber ob das dann auch alle Qualitätsanforderungen erfüllt, möchte ich bezweifeln.

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