Klackern und Poltern in der Hinterachse - Fahrwerksaufbau

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Schrauberwochenende eher unglücklich beendet.


      Hinterachse:

      Die Schrauben an der Hinterachse ließen sich erstaunlich leicht lösen, mit Ausnahmer der Klemmschraube, welche den Stoßdämpfer hält. Die musste auf beiden Seiten durch vorsichtiges rein-/raus drehen mit dem Schlagschrauber und viel Sprühöl heraus "massiert" werden. Danach flogen beide aber in den Müll. Ich hab da immer Angst, dass die Schraube bei solchen Versuchen kleinere, nicht sichtbare Schäden nehmen und später einfach reißen. Vielleicht bin ich da auch zu überforsichtig.

      Beim demontieren der Federbeine war ich sehr froh, gleich neue Dämpfer bestellt zu haben. Der Dämpfer auf der Beifahrerseite war fertig, der auf der Fahrerseite komplett Schrott. Wenn man ihn umdrehte, lief ganz wenig Öl an der Stange herunter. Drehte man ihn wieder richtig herum, rutschte die Stange sichtbar in den Dämpfer. Selbst als Laie sieht man deutlich, dass die neuen Dämpfer genau das nicht tun :)

      Nebenbei habe ich noch die anderen Lager geprüft und festgestellt, dass die Stabis auf beiden Seiten etwa 1mm Spiel hatten.

      Vorderachse:

      Hier waren die Bremsen (Scheiben und Beläge) dran und eben die Traggelenke. Zu den Bremsen muss man nicht viel sagen. Bei einem etwa 1-2mm starken Rand an der Außenseite sahen sie (nach meiner Sicht) fertig aus. Ein anwesender Hobbyschrauber meinte zwar, dass die noch ok sind. Ich aber verlasse mich da nicht drauf. 1-2 mm Abnutzung auf der Scheibeninnen- und Außenseite ist für mich Schrott. Vielleicht werden hier auch einige eine andere Meinung haben. Ich sehe es so: Die Teile kosten nicht die Welt. Lieber einmal zuviel als zu wenig gewechselt.

      Bei den Traggelenken dann der SuperGAU. Original sind diese ja genietet. Ich dachte erst, ich könnte sie einfach mit der Fächerscheibe "platt machen" und dann heraus schlagen. Fehlanzeige. Es rührte sich nix. Also baute ich den Querlenker aus um es mit einer 5-Tonnen-Presse zu versuchen. Keine Chance. Ich hatte da auch gesagt, das ich hier lieber abbreche und gleich neue Querlenker bestellen werde. Da wusste ich noch nichts von meinem anderen "Glück":
      Wie sagt man so schön: Einmal nicht mitgedacht kann sehr schnell sehr teuer werden. Irgendwie hatte ich es beim Ausbau des Querlenkers geschafft, dass das Domlager des Dämpfers riss. Sprich: Das gesagte Dämpferpaket war oben total lose. Da war meine Laune richtig am Tiefpunkt. Seit Jahren baut man an diesen Mondeos, es lief bis dahin richtig gut und dann so ein dummer Fehler. Also alles wieder eingebaut und das Auto vorsichtig an einen Platz geschoben wo es erstmal stehen bleiben darf.

      Inzwischen sind neue Domlager für vorn und eins für hinten links bestellt. Letzteres weil beim alten Domlager die Feder genau unter dem Domlager gerissen war und es einfach nicht mehr gut aussah. Zudem quietschte es nach dem Einbau, wenn man auf den Kotflügel drückt und das Auto einfedert. Muss nicht daran liegen, aber sicher ist sicher. Immerhin hatte ich schon beim Ausbau 2 Teile in der Hand und die Lager kosten nicht die Welt.
      Auch 2 neue Querlenker für vorn sind bestellt. Interessanterweise mit aufgenieteten Traggelenken. Auch da dachte ich nur: "Warum hab ich Idiot das nicht gleich so bestellt?". Dazu die Gummis für den Stabi und andere Kleinteile.

      Das Schrauben geht also bald weiter. Es kann nur besser werden :)
    • Bremsscheiben kann man messen, da muss man nicht nach 'sehen fertig aus' gehen... ;)

      Bei den Traggelenken schleift man bei uns den unteren Bund weg, bohrt dann den Niet möglichst groß an, NICHT DURCH! Das nimmt die Klemmkraft raus. Und kloppt den Rest dann mit nem Dorn raus...


      Schwarz ist bunt genug.

    • Patrick4939 schrieb:

      Bremsscheiben kann man messen, da muss man nicht nach 'sehen fertig aus' gehen... ;)

      Bei den Traggelenken schleift man bei uns den unteren Bund weg, bohrt dann den Niet möglichst groß an, NICHT DURCH! Das nimmt die Klemmkraft raus. Und kloppt den Rest dann mit nem Dorn raus...
      Zu den Bremsscheiben:

      Das ist schon richtig. Aber ich gehe da generell auf Nummer sicher. Wenn auf beiden Seiten je 1-2 mm fehlt, die Scheibe einige "Riefen" und Verfärbungen aufweist (also einfach verbraucht aussieht) sind mir die paar Euro für einmal komplett neu alles andere als eine Fehlinvestition. Wer weiß, wie lange die noch halten würden? Zudem sitzt auch mein Sohn oft mit im Auto, was mein Bedürfnis nach guten Bremsen deutlich erhöht.

      Zu den Traggelenken:

      Ich bin generell eher ein Freund des "komplett wechselns" und entscheide oft nach "Aufwand_Nutzen"-Prinzip.

      Möglichkeit 1: Niete im eingebauten Zustand schleifen und bohren

      Dauert unnötig lange und ist eher unbequem

      Möglichkeit 2: Querlenker ausbauen und dann die Niete schleifen und bohren

      Geht etwas schneller, man kann genauer arbeiten und das in normaler Körperhaltung

      Möglichkeit 3: Querlenker komplett wechseln

      Geht am schnellsten, macht den wenigsten Dreck und erneuert auch gleich die beiden Gummilager der Querlenker.

      Daher sehe ich das Wechseln der kompletten Querlenker als die sinnvollste Lösung an. Besonders bei einem Fahrzeug mit über 200.000km, wo ich nicht weiß, wie lange die alten Gummilager noch halten werden. So habe ich auf lange Sicht meine Ruhe und der Mann vom Tüv sieht es sicher auch lieber, wenn neue Teile verbaut sind als wenn da die Originale noch irgendwie ihren Dienst verrichten.
    • On the Road again 8)

      Gestern war nun der zweite Einsatz, welcher zum Schluss auch erfolgreich war.

      Die alten Traggelenke musste ich "leider" mit der Fleck durch schneiden da sie sich nicht aus dem Schwenklager heraus ziehen ließen. In solchen Momenten ist man eben froh, wenn man sowieso alles wechseln will. Da muss man keine Rücksicht nehmen :)

      Domlager vorn und hinten links wurden auch getauscht und das "knarzen" beim Einfedern hinten ist nun auch weg.

      Beim Versuch, die Stabi-Gummis zu wechseln sind natürlich beide Schrauben abgerissen. War ärgerlich, lies sich aber mit ein paar kleinen Bohrungen (und dem anschließendem Nachschneiden des Gewindes) beheben. Auch da sitzt nun alles fest. Da ich den Gewinden nicht sehr traute, kam gleich noch ein schöner Schweißpunkt dazu. Sicher ist sicher.

      Achja, zu den Bremsscheiben vorn:

      Ich habe mal ein Foto gemacht um die Abnutzung etwas besser verdeutlichen zu können. Der "Rand" ist etwas höher als eine 1-Cent-Münze und auch die Oberfläche sieht meiner Meinung nach nicht mehr wirklich gut aus. Profis haben da vielleicht eine andere Meinung: Für mich ist das Schrott.


      IMG_2420.JPG

      Nach dem Bremsenwechsel und der oblikatorischen Bremsentlüftung inkl vorsichtigem Einbremsen der Anlage bremst er nun wieder deutlich besser als vorher, was die Notwendigkeit der Arbeiten einmal mehr unterstreicht.

      Montag geht er zur Achsvermessung da das Lenkrad etwas schief steht und man im Stand sieht, dass das Rad auf der Fahrerseite gerade steht, während das Rad auf der Beifahrerseite leicht nach rechts "lenkt". Für mich die Erklärung, warum das Lenkrad leicht nach links gedreht ist.

      Alles in allem bin ich sehr zufrieden und noch nicht ganz fertig. Stoßdämpfer vorn stehen ebenso auf dem Plan wie neue Koppelstangen vorn und hinten sowie neue Bremssättel, -Scheiben und -Beläge für hinten. Aber bis dahin läuft er erstmal und es muss ja auch wieder etwas Geld "nachwachsen" :D

      Hier nochmal Danke für die Tips bezüglich des Aufbaus der Hinterachse und der Position der Schrauben für die hinteren Dämpfer :thumbup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dyland ()

    • jelu1a schrieb:

      Dyland schrieb:

      und auch die Oberfläche sieht meiner Meinung nach nicht mehr wirklich gut aus.
      Das Tragbild sieht, meiner MEinung nach, gut aus, die Dicke von 20 mm hast du aber deutlich unterschritten. :(

      Das war eher der Vorbesitzer. Bei mir ist das Auto so nur in die Werkstatt gefahren. Jetzt, mit neuen Bremsen und weniger Luft und Dreck in der Leitung bremst er deutlich besser und auch die hinteren Scheiben tragen weniger Rost. Dennoch fliegen auch diese beim nächsten Einsatz raus. Die Sättel müssen sowieso erneuert werden da die Handbremsfunktion nicht gegeben ist und ich die Erfahrung gemacht habe, dass hier Neuteile besser sind als eine "Reparatur".
    • Wenn du hinten schon die Sättel neu machst: kontrolliere gleich die Handbremsseile ob die noch leichtgängig sind - für die gilt das gleiche: wenn die schwergängig sind, dann tausch sie einfach aus, die sind in der Regel am zusammenrosten oder so wie bei mir damals als ich meinen gekauft habe: schon einzelne Litzen gerissen, die sich dann im Mantel des Seils verhängen und dann geht die Handbremse auch nicht ordentlich auf.
    • hartundweich schrieb:

      kontrolliere gleich die Handbremsseile ob die noch leichtgängig sind
      Wenn es noch die originalen mit Metallhülle sind würde ich die sowieso tauschen. Die Seile kosten ja auch nicht die Unmengen an Kohle. Dann bist du auf alle Fälle einmal rund ;)
      KFZ-Schlosser aus Leidenschaft - MK3 Kombi, 2.0 Benziner, geboren am 09.12.2004, EZ 01.2005
      Mein Verbrauch ich weiß, ich bin ein "Verbraucher" :D
      Hier ist ein Link zu der Firma in der ich arbeite
      kfz-service-jeserig.de/
      Wer aus der Nähe ist, kommt einfach mal vorbei

    • Wenn, dann werden die Seile natürlich gleich mit gewechselt. Ich mache mir die selbe Mühe eben ungern 2mal :)

      Aktuell habe ich eher das Problem, dass das Schwenklager vorn rechts schrott ist. Genauer gesagt: Die "Aufnahme" für das Traggelenk. Ich war heute wegen der Achsvermessung in der Weckstatt und das Traggelenk war wieder "locker". Beim genauen Prüfen stellten wie fest, dass nicht das Traggelenk kaputt war, sondern das es in der Aufnahme ein starkes "seitliches Spiel" hat. So war eine Achsvermessung natürlich unmöglich. Also gleich ein neues Schwenklager bestellt und übermorgen wird es eingebaut und gleich die Achsvermessung mit gemacht.

      Ich bete, dass dann erstmal wieder Ruhe ist. Stoßdämpfer vorn, Handbremse usw können zum Glück erstmal etwas warten. Immerhin kommen nächsten Monat allein mit Steuern (Diesel), Versicherung und dem Wechsel des Schwenklagers inkl Achsvermessung ein paar nette Rechnungen rein. Da bleibt erstmal wenig Luft für weitere böse Überraschungen :)
    • Dyland schrieb:

      Traggelenk war wieder "locker". Beim genauen Prüfen stellten wie fest, dass nicht das Traggelenk kaputt war, sondern das es in der Aufnahme ein starkes "seitliches Spiel" hat.
      ?( Aufnahme vom Traggegelenk ist eigentlich der Achskörper. Wenn das Gelenk da drin lose ist ist der Achskörper defekt oder die Besfestigungsschraube hat nicht "gezogen"
      KFZ-Schlosser aus Leidenschaft - MK3 Kombi, 2.0 Benziner, geboren am 09.12.2004, EZ 01.2005
      Mein Verbrauch ich weiß, ich bin ein "Verbraucher" :D
      Hier ist ein Link zu der Firma in der ich arbeite
      kfz-service-jeserig.de/
      Wer aus der Nähe ist, kommt einfach mal vorbei

    • Das hatte ich beim Escort auch mal. Laaaange vor der Erfindung des Internets. Da mußte man sowas noch arschteuer beim FFH kaufen. Aua...

      Wenn da die Schraube mal nicht richtig fest war, das ne Weile arbeiten kann, dann geht das auch mal übern Jordan... ;)


      Schwarz ist bunt genug.

    • Wie es genau passiert ist, kann ich nicht sagen. Das wird der Vorbesitzer irgendwie geschafft haben. Fakt ist, dass der obere Teil des Traggelenks im Schwenklager Spiel hat. Nicht (in Fahrtrichtung) nach "vorn" und "hinten", sondern nach "links" und "rechts". Da ich sowas bisher noch nie hatte, kann ich nicht sagen, wie das genau passiert ist. Das es bei mir passiert ist, schließe ich aus. Ich bin mit den neuen Taggelenken keine 100km gefahren. Egal, was ich hätte falsch machen können: So schnell geht das ganz sicher nicht kaputt.

      Jetzt ist erstmal ein neues Schwenklager bestellt und hoffentlich bis Mittwoch da. Bin schon gespannt, wie das alte Schwenklager "innen" aussieht. Bis dahin bleibt das Auto erstmal stehen bzw wird nur für die allernötigsten Wege verwendet. Ärgerlich ist es dennoch. Erst der Mist mit dem Domlager und den Querlenkern und nun das. So gerne ich an Autos schraube: Wenn kein Ende in Sicht zu sein scheint, verliert man wirklich die Lust.
    • Die "Reise" nimmt kein Ende

      Das neue Schwenklager ist drin, die Asche vermessen und das Lenkrad natürlich wieder gerade.

      Nun aber poltert es wieder hinten links. Ich hatte ihn mal wieder auf der Bühne um zu schauen, was es ist. Dabei fiel mir auf, dass die Zugstrebe auf einer Seite "Spiel" hat. Genauer gesagt: Die Seite, an der sie mit dem Halteblock und der Karosserie verschraubt ist. Man konnte sie bereits mit einem kleinen Hebel (kurze Verlängerung der Ratsche) seitlich im Lager bewegen. Auf der rechten Seite brauchte man dafür schon etwas mehr Kraft.
      Nun hoffe ich, dass es wirklich daran liegt. Vorstellen kann ich es mir durchaus. Besonders da es eben genau das Lager ist, welches "Kontakt" mit der Karosserie hat und damit auch mehr Vibrationen auf diese übertragen und somit mehr "Krach" verursachen kann.

      Zudem stellt sich ein leichtes "Knacken" vorn links ein. Genauer gesagt knackt es beim Gasgeben und beim Bremsen jeweils einmal. Mein Verdacht ist hier das Schwenklager. Genauer gesagt, der Teil, der das Traggelenk hält. Im Grunde also der selbe Mist wie auf der rechten Seite.

      So gerne ich schraube: Wenn es kein Ende nehmen will und man immer wieder die selben Teile ein und ausbaut, verliert man die Lust. Der einzige Vorteil: Ich kann gleich noch ein paar Schrauben wechseln, welche mir etwas zu "verbraucht" vorkamen.

      Last but not least: Welche Federn braucht man bei diesem Modell für die Hinterachse? :D

      Ich hatte ja die Federn gewechselt. Seit dem habe ich das, was man "früher" "Keilfahrwerk" nannte. Vorn normal tief, hinten leicht erhöht. Wieder eine Sorge, die ich beim Kombi nie hatte.
      Die Federn stammen von KFZ-Teile24 und wurden unter Angabe der Fahrgestellnummern ermittelt. Also müssten sie eigentlich die richtigen sein. Sind sie aber offensichtlich nicht. Ich mag es durchaus, wenn der Kofferraum etwas weiter oben ist. Aber von der Seite sieht es einfach nur dumm aus.

      Vielleicht kennt sich hier ja jemand damit aus. Ich habe eine ganz normale Limousine (B4Y), ohne Anhängerkupplung oder dergleichen. Ich will die Federn auch nicht extra über Ford kaufen.
    • Was Patrick sagen will: Du bekommst ihn vorn höher mit neuen Federn, oder du wartest, bis sich die hinteren Federn etwas gesetzt haben, und er runter kommt.

      Ob das allerdings die optisch sichtbare Keilform ändert, glaube ich nicht. Ist ja nicht so, dass die Feder drei oder vier Zentimeter nachgibt.
      Was mir beim Feder bestellen mal auffiel, dass unterschiedliche Längen und Drahtstärken angeboten werden. Wenn man jetzt die längste Feder mit der höchsten Rate kauft, kommt er sicher höher, als wenn man eine kürzere mit geringerer Rate nimmt, die unter der Last des Autos weiter einknickt.

      .......................
    • Die Frage ist eben: Welche Federn sind die richtigen?

      Ich kaufe normalerweise immer bei KFZ-Teile24. Auch "damals" schon beim Kombi. Ich hatte da nie Probleme. Nummern eingegeben und es passte immer alles super. Nun hab ich dieses blöde "Keilfahrwerk" und es stört mich eben. Ich hatte heute schon die Idee, einfach die Federn vom ST220 zu nehmen. Diese sollten ja eigentlich kürzer sein. Allerdings weiß ich nicht, ob das so einfach passt, mein Problem löst und mit den "Seriendämpfern" funktioniert.
    • Sage mal... Hinten Federn neu, NICHT ausgelutsch und weichgekloppt. Vorne Federn von 2002, seit zig-tausend Kilometern drin, halb verrostet.

      Das muß doch auffallen woran das liegen könnte?! Anstatt hinten rumzuexperimentieren, sollteste vielleicht mal über vorne nachdenken?!


      Schwarz ist bunt genug.