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  • comtrax79 schrieb:

    Dann laufen die Motoren mit zu wenig Öl und das führt ganz sicher zu erhöhtem Verschleiß, der ansonsten so nicht auftreten würde.
    Da kommt ein kleiner Irrglauben raus, der immer noch im Umlauf ist.

    Zu wenig Öl an sich (damit meine ich Ölstand unter Minimum) ist direkt kein Problem. Das Problem kommt erst, wenn die Ölpumpe mit dem Öl Luft ansaugt oder gar kein Öl mehr. Dann fällt der Öldruck. Und das ist ein Problem. Und das ist in der Regel weit unter Ölstabminimum, da die Ingenieure auch bedenken müssen, dass das Öl bei schnellen Kurvenfahrten und starken Beschleunigen/Abbremsen von der Ansaugleitung Ölpumpe wegschwappt.

    Einer, der meint, er müsste als Walther Röhrl unterwegs sein, hat deutlich weniger Spielraum als einer, der gemütlich seine Runden dreht. Bei Walther Röhrl könnte es sein, dass er schon bei knapp über Minimum nachkippen muss, der bekannte Rentnerfahrstil lässt einem bei 2 mm unter Minimum noch Zeit, in die Werkstatt oder Händler zu fahren.
  • Pommi schrieb:

    comtrax79 schrieb:

    Dann laufen die Motoren mit zu wenig Öl und das führt ganz sicher zu erhöhtem Verschleiß, der ansonsten so nicht auftreten würde.
    Einer, der meint, er müsste als Walther Röhrl unterwegs sein, hat deutlich weniger Spielraum als einer, der gemütlich seine Runden dreht. Bei Walther Röhrl könnte es sein, dass er schon bei knapp über Minimum nachkippen muss, der bekannte Rentnerfahrstil lässt einem bei 2 mm unter Minimum noch Zeit, in die Werkstatt oder Händler zu fahren.

    Leider weiss man bei einem gebrauchten Auto oft nicht, wie der Vorgänger damit gefahren ist. Wenn bei der Besichtigung der Ölstand unter dem Minimum ist, dann kann man davon ausgehen, dass zumindest vom Vorbesitzer darauf nicht besonders geachtet wurde. Wie lange und wie er/sie damit gefahren ist, weiss dann eventuell niemand. Oft ist bei Autos von solchen Haltern auch der Zustand von anderen Bauteilen schlecht.

    Bei meinem ersten Mk3 hatte ich beim Kauf dummerweise nicht nach dem Ölstand geschaut. Später habe ich festgestellt, dass am Peilstab kein Öl mehr war. Um den Ölstand wieder auf Maximum zu bringen, musste ich über 3 Liter Öl nachfüllen. Beim Ölwechsel mit Filter beträgt die Nachfüllmenge 5,5 Liter. Selbst wenn man davon ausgeht, dass beim Ölwechsel noch eine gewisse Restmenge in der Ölwanne und im Motor verbleibt, kann man davon ausgehen, dass ungefähr die Hälfte der vorgesehenen Ölmenge gefehlt hat. Die Öldruckkontrolleuchte ist nicht angegangen und den Motor habe ich noch 125.000 km gefahren bis er sich dann mit einem Pleullagerschaden verabschiedet hat.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von comtrax79 ()

  • 1. Solange die Ölpumpe genug Öl ansaugen kann, um genug Druck aufzubauen, wird kein erhöhter Verschleiß vorkommen. Denn mehr Druck als die Ölpumpe ansaugen kann, kann sie ja wohl nicht aufnauen. Das tiefste, was geölt wird, sind die Pleuellager an der Kurbelwelle bei UT. Und wenn die dann im Öl laufen würden, würden sie das Öl schaumig schlagen und das ist nicht gut für den Öldruck (die besagte Luft im Öl).

    2. Problematisch wird es, wenn die Ölpumpe nicht mehr genug Öl ansaugen kann, um genug Druck aufzubauen. Das pasiert aber nicht, wenn laut Ölstab zu wenig Öl drin ist, sondern wenn die Ölpumpe entweder Luft mit ansaugt oder gar kein Öl mehr. Und dafür muss das Ansaugrohr der Ölpumpe zumindest teilweise aus dem Öl draussen sein. Und dieses Rohr geht ein gutes Stück Tiefer als der Ölpeilstab.

    3. Bist du dir auch sicher, dass dein Öldrucksensor in dem Motor mit dem Pleuellagerschaden noch in Ordnung war? Nicht, das die schon ausging, wenn der Öldruck viel zu niedrig war.

    4. Bist du dir sicher, dass der Pleuellagerschaden nicht schon latent vorhanden war, weil der Vorbesitzer eine gute Zeit mit schrottigem Öl rumgefahren ist? Oder bei dem schon mal der Öldruck abgekackt war? Das kann dir auch bei einem passieren, bei dem der Ölstand auf Max steht, weil er es vor dem Verkauf erst aufgefüllt hatte.

    5. Ging es mir um den Text, das zu wenig Öl automatisch zu erhöhtem Verschleiß führt. Mir ist beim Kauf ein Fahrzeug, bei dem der Ölstand nahe am Minimum ist (ob knapp drüber oder drunter, ist eigentlich egal) lieber als eins, bei dem der Ölstand genau auf Max steht. Das ist nämlich ein Zeichen, dass da gerade erst nachgefüllt wurde. Anders sieht es natürlich aus, wenn der Ölstab trocken ist (oder kurz davor).
  • Pommi schrieb:

    Und dafür muss das Ansaugrohr der Ölpumpe zumindest teilweise aus dem Öl draussen sein. Und dieses Rohr geht ein gutes Stück Tiefer als der Ölpeilstab.
    Diese Theorie stimmt nur bestimmt, denn wenn der Motor läuft ist ene gewisse Ölmenge auch in Umlauf und erledigt seine Arbeit den Motor zu schmieren, da ist das Leveln in der Ölwanne dann nochmal etwas abgesenkt.
    Ich hatte schon mal die Ölwanne bei meinem 2.2er TDCi herunten - ja es ist noch ein Stück vom Minimum Stand bis zum Ansaugstutzen der Pumpe, herausfordern würde ich es aber nicht.
    Abgesehen davon: Wenn zu wenig Öl vorhanden ist kann das unter Umständen bei entsprechender Fahrweise schnell mal zu heiß werden.
  • Salzburger28 schrieb:

    ...nicht schlecht gestaunt habe ich allerdings beim Ölwechsel...


    IMG-20180915-WA0005.jpeg

    Das war auch alles, was rausgeflossen ist.
    Hatte den Wagen vorher natürlich warm gefahren, da der Peilstab aber noch über minimum Stand hab ich mir natürlich nix gedacht.
    VFL hat NICHTS mit Fußball zu tun ;)
  • hartundweich schrieb:

    Abgesehen davon: Wenn zu wenig Öl vorhanden ist kann das unter Umständen bei entsprechender Fahrweise schnell mal zu heiß werden.
    Habe ich doch geschrieben: Walther Röhrl müsste schon bei Ölstand über Minimun nachfüllen. Bei extrem gemütlicher Fahrweise langt auch evtl. ein trockener Peilstab, um noch in die Werkstatt zu kommen, ohne den Öldruck zu verlieren. Wichtig ist: Geht die Öllampe an, rechts ran, Motor aus. Aber das muss auch nicht unbedingt an einem zu niedrigen Ölstand liegen. Kann auch an Ölverdünnung, defekter Ölpumpe usw. liegen.

    Im Umlauf sollten so etwa 0,5 Liter, zwischen Min und Max sollten etwa 1 Liter sein.

    Das ist das, was ich sage: Zu wenig Öl ist nicht gut, bedeutet aber nicht direkt zwangsläufig erhöhten Verschleiß. Der kommt erst bei nachlassendem Öldruck. Solange der da ist, ist alles noch ohne erhöhten Verschleiß.

    Mein Gedanken: Es ist einfach eine reine Panikmache, zu sagen, dass ein Motor gleich Schaden nimmt, wenn der Ölstand mal etwas zu niedrig ist. Das ist (oder war) auch oft der Trick an den Tankstellen der großen Reiserouten: Ölstand direkt nach Stillstand Motor nachschauen: Oh, Ölstand niedrig, Motorschaden droht, 1 Liter teuer Öl verkauft (der besagte Liter zwischen Min und Max, wenn er eigentlich in der Mitte zwischen Min und Maxx liegen würde). Und dann war zuviel Öl drin, evtl. so viel, dass die Pleuel im Öl planschten nach dem letzten längeren Motorstillstand.
  • Pommi schrieb:

    3. Bist du dir auch sicher, dass dein Öldrucksensor in dem Motor mit dem Pleuellagerschaden noch in Ordnung war? Nicht, das die schon ausging, wenn der Öldruck viel zu niedrig war.
    4. Bist du dir sicher, dass der Pleuellagerschaden nicht schon latent vorhanden war, weil der Vorbesitzer eine gute Zeit mit schrottigem Öl rumgefahren ist? Oder bei dem schon mal der Öldruck abgekackt war? Das kann dir auch bei einem passieren, bei dem der Ölstand auf Max steht, weil er es vor dem Verkauf erst aufgefüllt hatte.
    Zu 3.: Bezüglich der Funktionsfähigkeit des Öldrucksensors kann ich nur sagen, dass nachdem der Motor bereits angefangen hat laut zu klopfen die Öldruckwarnleuchte während der Fahrt mehrere Male geflackert hat. Zu diesem Zeitpunkt hat der Motor allerdings schon starke Klopfgeräusche von sich gegeben. Vorher ist mir ein Flackern oder permanentes Leuchten der Öldruckwarnleuchte nicht aufgefallen. Vielleicht hätte Ford eine aufleuchtende Öldruckwarnleuchte mit einem akustischen Signal kombinieren sollen, wie das z. B. bei Einschalten der Warnleuchte für Kraftstoffreserve der Fall ist.


    Zu 4.: Nein zu beiden Fragen, da ich den Motor nicht zerlegen und begutachten lassen habe. Wodurch der Pleullagerschaden tatsächlich verursacht wurde, werde ich wohl (leider) auch nicht mehr erfahren.

    Ich bin allerdings nach dem Kauf des Wagens noch damit 125.000 km gefahren (bis zur Gesamtlaufleistung von 241.000 km). Hauptsächlich Langstrecke (700 km pro Fahrt) und öfter mit einer Reisegeschwindigkeit zwischen 160 bis 200 km/h (entspricht 4.000 bis 5.000 UPM) sofern verkehrstechnisch möglich. Während meines Besitzes wurden Motoröl und -filter regelmäßig spätenstens nach 20.000 km gewechselt (vorgegebenes Ölwechselintervall für den Motor) und ich habe zusätzlich den Ölstand regelmäßig (ca. alle 1.500 km) kontrolliert und knapp unterhalb des Maximums ergänzt, wenn er unterhalb der Mitte (natürlich nur nach Augenmaß) zwischen dem Minimum und Maximum abgesunken war. Der Motorölstand ist nach 1.000 km, je nach Fahrweise, um ca. 0,2l bis 0,3l gesunken. Gefahren wurden auf den ersten ca. 90.000 km "Shell Helix Ultra Professional AF 5W-30" und auf den letzten 35.000 km "Shell Helix HX7 5W-40", nachdem mir geraten wurde, auf 5W-40 um zu steigen.

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