Ist die KGE beim Tdci problematisch? Überdruck/Unterdruck am Deckel ?

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    • Ist die KGE beim Tdci problematisch? Überdruck/Unterdruck am Deckel ?

      Hallo

      Da mein neuer Turbo "schwitzt" und ich nach mehreren Recherchen und Anfragen immer auf "Umfeldproblem" als Ursache gestossen bin und mehrfach die Antwort hörte, dass die KGE (Kubelwellenentlüftung) ein Problem sein könnte, falls die Abganlage "frei ist" frage ich mal:

      Wenn man beim TDCI den Deckel fürs Motoröl aufmacht, muss dann Unterdruck oder Überruck herrschen ?

      Gemäss mehreren Ratgebern soll "leichter Unterdruck" normal sein wenn man dort öffnet. Wenn es rausblase dann sei die KGE defekt. Genauso wenn es zu stark reinziehe. Getestet wird teils mit einem Blatt Papier.

      Bei meinem blästt es heftigst raus, sogar Ölspritzer kommen raus. Ich vermute, dass meine KGE nicht optimal funktioniert: Da die die "KGE" beim tdci aber nur so ein dünner 5cm Übergangsschlauch vom Kopf in den Ansaugschlauch ist und der ja kaum verkokt sein kann und auch keine (??) "Membran" besitzt frage ich warum so Überdruck besteht.
    • Das "spritzen" ist physikalisch bedingt. Öl auf sich drehenden Teilen, wie einer Nockenwelle, folgt der Fliehkraft...

      Umso mehr Ladedruck an den Kolbenringen vorbei kommt, umso mehr drückts auch an der Entlüftung raus.


      Schwarz ist bunt genug.

    • Patrick4939 schrieb:

      Das "spritzen" ist physikalisch bedingt. Öl auf sich drehenden Teilen, wie einer Nockenwelle, folgt der Fliehkraft...

      Umso mehr Ladedruck an den Kolbenringen vorbei kommt, umso mehr drückts auch an der Entlüftung raus.
      ok dann ist also dieser überdruck (es kommt richtig abgas mit hohem druck bei mir raus) aus dem öleinfüllloch normal? man liest halt oft dass hier eher unterdruck herrschen sollte im web. vielleicht ist der tdci ja anders konstruiert ..

      die fragerei hat schon einen langwierigen hintergrund.

      ich hab ja seit jeher etwas abgasgeruch im motorraum. auch jetzt mit dem neuen turbo. wenn also ständig leicht zuviel kurbelwellengehäusedruck (man liest in turboratgebern nicht über 5mbar) bestehen würde, würde dies auch zu dem schwitzen des turbos passen (es läuft ja bei mir öl aus dem turbogehäuse(!) den hartplastikschlauch runter und macht flecken am boden, siehe anderer thread).

      da jetzt auch die abgasanlage (alles neu inkl flexrohr) bald neu kommt, möchte ich halt die letzte "umfeld"-ursache ausschliessen.

      hier im anhang steht das von den 5mbar gehäuse-druck
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      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von gummi3000 ()

    • hi, eigentlich sieht man nichts, die spritzer sind wie oben beschrieben wohl von der fliekraft (zwar). würde jedoch eher unterdruck herrschen (wie bei den meisten autos, die ich bisher hatte, zb bei den VAG entsteht immer ein muhendes, saugendes geräusch wenn man öffnet), würde kaum was rausspritzen.
      es sind feine ölspritzer, die man auf nem video nicht sieht, wie von einem sanften sprüher.

      an die experten:

      besitzt diese "kge" beim 130ps tdci also dieser übergangsschlauch vom kopf in den grossen ansaugschlauch vor dem turbo ein "membran" , die verstopfen könnte oder ein entlüftungsventil das dicht werden könnte ? (wie sowas hier)
      also bei mir ist ja kaum dieser kleine schlauch "dicht", hab den auch zusammengdedrückt kurz, da war keine verstopfung zu spüren.

      ich meinte einfach, dass es früher weniger druck hatte, wenn man den öldeckel öffnete.

      der meister wird sich die sache beim wechsel der abgasanlage dann auch noch ansehen müssen, er ist manchmal etwas schroff und oberflächlich, daher wäre ich hier froh um ein paar fachinfos.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von gummi3000 ()

    • Wenn du eine schlüssige Idee hast, wie in dem kleinen Schlauch ein Gehäuse mit/für eine Membran versteckt sein soll, könnte da was sein. Ansonsten ist ein Schlauch eben nur ein Schlauch.


      Schwarz ist bunt genug.

    • Natürlich hat das Kurbelgehäuse eine Kurbelgehäuseentlüftung! Warum sollte das denn wohl sonst so heißen? Und da ist vermutlich auch mehr als ein Schlauch, das hab ich aber noch nie in der Hand gehabt.


      Schwarz ist bunt genug.

    • ok, wer von euch weiss, ob nur oben der kleine übergangsschlauch zur entlüftung des kurbelgehäuse dient, oder ob noch andere schläuche getestet werden müssen?

      mein meister (nicht ford) meint nur: ach wenn kein öl aus dem motor rausdrückt, isch schon alles gut..

      da ich aber ölschwitzen am turbo habe und ein turbofachmann der turbos revidiert meinte, ich solle unbedingt die kge überprüfen... frage ich halt hier nochmals.
    • Meiner Meinung nach hat der Diesel nicht so einen Ölabscheider wie der Ottomotor. Der kurze Schlauch fängt oben am Ventildeckel an und endet am Ansaugschlauch.

      Und Unterdruck hatte ich bei offenem 710er eigentlich noch nicht. Da hat's immer Überdruck gehabt. ?( Hatte aber nie das Gefühl, dass was kaputt ist

      .......................
    • Meiner hat auch eher Über- als Unterdruck. Kommt immer so ein ganz leichter, rhythmischer Luftschwall raus. Kaputt ist da meines Erachtens nichts.

      Eigentlich normal, oder? Durch das große 7-10er Loch kann die Luft logischerweise besser entweichen als durch den kleinen Schlauch der KGE, obwohl darüber auch angesaugt wird.
    • Rein prinzipiell ist im Kurbelgehäuse immer ein Überdruck, da dort Ölnebel mit entsprechendem Luftstrom an verschiedenen Stellen generiert wird. Da dies in den Ansaugtrakt zurückgeleitet wird, gleicht sich dieser mit dem dort vorherrschenden Unterdruck wieder aus. Es wird immer ein kleiner Unterdruck angestrebt, da dann bei kleinen Leckagen/Undichtigkeiten kein Ölnebel austreten kann.

      Bei Benzinern gibt es dafür ein Druckregelventil zwischen Kurbelgehäuse und Ansaugung, da der Unterdruck im Ansaugtrakt zu hoch wäre und damit der Druck im Kurbelgehäuse geregelt werden kann. Bei Dieseln weiß ich es nicht genau, wie es bei diesem Motor gelöst ist.

      Einen Abscheider gibt es immer, zum Platzsparen wird dieser oft in der Zylinderkopfhaube (oft als eine Art Labyrinthsystem oder kleine Zyklone) integriert, somit gibt es auch kein extra Bauteil, sondern "nur" einen Schlauch zur Ansaugung.

      Der entstehende Luftmassenstrom ist nicht so furchtbar groß, wenn der Motor in Ordnung ist. Wenn es nun "heftigst heraus bläst", müsste man die Quellen überprüfen, da wären z.B. die Kolbenringe (Kompressionstest?). Auch der Turbo bzw. die Dichtungen darin könnten defekt sein, da es auch auch hier eine Öl- und Ölnebelrückführung ins Kurbelgehäuse gibt.
    • Wie kam ich (neben dem schwitzenden Turbo und dem Rausblasen aus dem Öleinfülloch) drauf, dass ev. etwas nicht ganz optimal ist?
      Hier las ich das: atp-autoteile.de/de/search/n-430/entl%C3%BCftung

      Welche Funktion hat die Kurbelgehäuseentlüftung (KGE)?
      Das Kurbelgehäuse ist der Teil des Motors, in dem die Kurbelwelle gelagert ist. Manche Hersteller setzen das Kurbelgehäuse auch mit dem gesamten Motorblock eines Autos gleich. Bei der Kurbelgehäuseentlüftung spricht man in der Regel von der Motorentlüftung.
      Im Verbrennungsmotor entstehen unverbrauchte Kohlenwasserstoffe und andere Nebengase, sogenannte „Blowby“-Gase. Würde dieses geschlossene System nicht entlüftet werden, würde der Druck stetig steigen und den Motor irgendwann zerstören. Außerdem entstehen durch die Kolbenbewegungen und die Verbrennungsgase Druckgefälle, die durch die Motorentlüftung ausgeglichen werden können.

      Welche Symptome zeigt ein Kurbelgehäuseentlüftung-Defekt?
      Die Kurbelwelle wird von der Ölpumpe stetig mit Schmieröl versorgt. Daher sind potentielle Fehler der Kurbelgehäuseentlüftung ein übermäßiger Ölverbrauch, defekte Dichtungen, Öl im Ansaugsystem oder verölte Ladeluftzugänge bei einem Turbolader. Ein instabiles Starten des Motors oder ein unsicherer Leerlauf sowie ein Leistungsabfall können Kurbelgehäuseentlüftungs-Defekt Symptome sein. Um Folgeschäden durch Druckabfälle oder -anstiege zu vermeiden, solltest Du das System bei diesen Symptomen unbedingt überprüfen.

      Wie kann ich die Kurbelgehäuseentlüftung prüfen?
      Die KGE sollte bei jedem Ölwechsel kontrolliert werden. Die Profis können den Druck am Motor und im Innenraum des Fahrzeugs überprüfen. Sind dort Abweichungen oder Unregelmäßigkeiten festzustellen, liegt es an einem Fehler in der Kurbelgehäuseentlüftung.

      Ein kleiner Trick, um das System vorab zuhause zu testen: Entferne die Ölabdeckung und lege ein kleines Tuch darauf. Wird das Tuch leicht angesaugt, sollte das System in Ordnung sein. Wird das Tuch hingegen weggeblasen, deutet das auf einen Defekt der Kurbelgehäuseentlüftung. Bist Du kein erfahrener Hobbybastler, solltest Du das Entlüftungssystem dennoch von einer Werkstatt prüfen lassen.

      Kann ich die Kurbelgehäuseentlüftung selbst reinigen oder wechseln?
      Konntest Du einen Defekt der Kurbelgehäuseentlüftung durch Ölverlust oder Druckveränderungen feststellen, steht Dir die größere Aufgabe noch bevor. Denn der Fehler kann sich an vielen Komponenten befinden, so z.B. am Kurbelgehäuseentlüftungs-Schlauch, der Dichtung, dem Filter, dem Ventil oder dem Ölabscheider. Selbst viele erfahrene Hobbybastler trauen sich nicht an diese Reparatur heran, da das System komplex ist und Folgeschäden durch Fehler am Motor teuer sind. Der Gang in die Werkstatt ist auf jeden Fall zu empfehlen.