Ölverlust - Gummideckel an der Kupplung undicht?

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  • hartundweich schrieb:

    bei mir wurden dann gleich beide Querlenker mitgemacht und diverse Achsmanschetten die schon kurz vor der Zerbröselung waren - warum mit Altteilen wieder zusammenbauen? Die Zeit ist die gleiche.
    Das kann man machen, wenn man weiß, dass die Karre noch einiges laufen soll. Meine Kiste hält realistisch gesehen vllt. noch 3 Jahre und bei 7000 km/Jahr sind das max. 25.000 km. Von daher werde ich nicht gleich die Teile auswechseln die sicher noch diese 25.000 km halten. Irgendwann, und vor allem bei einem Alter von 18 Jahren, darf man auch mal Abschied von einem Auto aka Gebrauchsgegenstand nehmen. Deswegen würde ich nicht gleich allerlei Neuteile einbauen sondern eher geizen, nicht weil es geil ist (das wäre dann typisch deutsch), sondern für mich finanziell Nachhaltig, denn das gesparte Geld kann ich dann z. B. in 3 Jahren in ein aktuelleres Modell stecken, denn da ist es wahrscheinlich besser angelegt. Nur mal nebenbei, die Kiste habe ich vor 4 Wochen von privat gekauft, ist jetzt 15 Jahre alt, hat 190 tkm runter und war 1400€ preiswert. Wenn ich mir ein paar Gummiteile ansehe, die der Sonne ausgesetzt sind, dann sind diese Teile eher am bröseln als am halten. Dazu das relativ abgegriffene Interieur (Lenkrad, Schaltknüppel) und eine Beule hinten rechts nicht professionell repariert und meine Schrammen, die ich noch dazu gebe, dann ist eben in 3 Jahren Schluss. Ich rechne vom Kaufpreis von 1400€ ausgehend, pro Jahr mit 500 € Werterlust. Bei neueren Autos ist das natürlich was anderes, aber hier sollte es vllt. passen. Daher kommen die 3 Jahre.

    ruderbernd schrieb:

    Aber bei einem Kostenvoranschlag muß ich ja erst mal eine Zeit annehmen, da kann ich nicht einfach mal am Finger lutschen und mir was ausdenken.
    Aber den Kunden verschrecken mit "Reparaturdauer wird ca 8 Stunden sein" und anschließend 10 oder 11 Stunden abrechnen, auch wenn man vorher Bescheid sagt, also während die Reparatur im Gange ist, löst beim Kunden evtl. einen Panikanfall aus, der als Ursache "Fass ohne Boden" wäre. Der Kunde kommt sicher so schnell nicht wieder. Da kann man besser solche Schwierigkeiten vorher einkalkulieren und den Kunden sagen, dass es evtl. zu Schwierigkeiten kommt und deswegen vorsichtshalber mit 12 Stunden im Kostenvoranschlag gerechnet wurde. So ist der Kunde vorbereitet und freut sich, wenn dann anschließend nur 9,5 Stunden berechnet werden. Dieser Kunde kommt wieder, der andere eher nicht. Und selbst wenn es tatsächlich 12 Stunden waren, könnte man vllt. - nur um den Kunden positiv zu stimmen bei einer fetten Rechnung und nicht zu verlieren - auf die Rechnung 10 Stunden schreiben und die verbleibenden 2 Stunden für die Kundenbindung selber aufkommen. Muss aber jeder selbst wissen wie man's macht.
  • Shroubair schrieb:

    Da kann man besser solche Schwierigkeiten vorher einkalkulieren und den Kunden sagen, dass es evtl. zu Schwierigkeiten kommt und deswegen vorsichtshalber mit 12 Stunden im Kostenvoranschlag gerechnet wurde. So ist der Kunde vorbereitet und freut sich, wenn dann anschließend nur 9,5 Stunden berechnet werden. Dieser Kunde kommt wieder,
    Ich sage es mal so. Kostenvoranschlag wird erstellt an Hand der Daten von Autodata. Ich schaue mir das Fahrzeug natürlich auch vorher an. Muß ich ja auch um abschätzen zu können was alles gemacht werden muß. Wenn die Karre schon gruselig aussieht bekommt der Kunde natürlich gleich angesagt das die Stundenzahl sicher nicht ausreichen wird. Aber vorher die doppelte Zeit berechnen, eindeutig NEIN! Das kann und will ich nicht machen, aus folgendem Grund: Die Kunden rennen eh erst 27 Werkstätten ab und holen Angebote ein. Dann bin ich mit meinem KV nämlich sowieso gleich durchgefallen.
    Daher Richtzeiten mit etwas Aufschlag (die weiter oben erwähnten 15%) und die Ansage das es teurer werden kann und es Rückruf gibt.

    Du kannst sicher auch klug schnacken, arbeitest ja auch nicht in der Branche. Als Kunde sieht man das sicher anders als wir, die Werkstatt.

    Das nächste ist dann die Diskussion zu Ersatzteilpreisen.....
    KFZ-Schlosser aus Leidenschaft - MK3 Kombi, 2.0 Benziner, geboren am 09.12.2004, EZ 01.2005
    Mein Verbrauch ich weiß, ich bin ein "Verbraucher" :D
    Hier ist ein Link zu der Firma in der ich arbeite
    kfz-service-jeserig.de/
    Wer aus der Nähe ist, kommt einfach mal vorbei

  • Shroubair schrieb:

    Von daher werde ich nicht gleich die Teile auswechseln die sicher noch diese 25.000 km halten.
    Die Traggelenke hätten sicher keine 25.000 km mehr gehalten, die waren ausgelutscht bis zum Abwinken, der Meister hat sie mir gezeigt, die hingen wie schlaffe Pömpel herum. Und bevor ich die Arbeitszeit fürs Ausbohren der alten Traggelenke zahle und das Reinpfrimeln der neuen kommt es finanziell aufs gleiche gleich den ganzen Querlenker zu tauschen - hab dann Arbeitszeit gegen Material getauscht :)

    Tante Edit meint noch: Die Querlenkerbuchsen sehen ja auch nicht viel besser aus nach mittlerweile 14 Jahren Straßenbetrieb - von daher war es für mich die richtige Entscheidung.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hartundweich ()

  • Condomino schrieb:

    Ich saß daneben als die den KV gemacht haben. Alles ordentlich aus ETIS geholt, nicht teurer gemacht oder so.
    Hat er das Etis frisiert? Waren das noch "Mark-Preise"?
    Meine Kupplung, bei Ford getauscht, kam inklusive Mehrwertsteuer etwa 1600.- €.




    ruderbernd schrieb:

    Das nächste ist dann die Diskussion zu Ersatzteilpreisen.....
    Ihr berechnet die Ersatzteile?
    WUCHER, ABZOCKE, ihr seid Teufel. :)

    .......................
  • jelu1a schrieb:

    Hat er das Etis frisiert? Waren das noch "Mark-Preise"?Meine Kupplung, bei Ford getauscht, kam inklusive Mehrwertsteuer etwa 1600.- €.
    Die Kupplung allein, waren auch ca. 1600. Der Rest ist ZMS und KWDR plus entsprechende Arbeitsleistung...
    Wenn ich morgen wieder zu Hause bin, fotografiere ich mal die komplette Aufstellung.
    :thumbsup: Einmal Mondeo - immer Mondeo! :thumbsup:
    Fuhrpark:
    Mondeo MK3 2.0 TDCI Turnier 131 PS schwarz Ghia (meiner)
    Mondeo MK3 2.0 Duratec HE Turnier 146 PS schwarz Ghia X mit Styling Paket (meiner Frau ihrer)
    Fiesta MK5 1.25i 16V Zetec SE 75 PS schwarz Kool (dem Junior seiner)

    Mondeo MK1 2.5 V6 Turnier 170 PS dunkelblau Ghia (wird aufgearbeitet und wartet auf sein H Kennzeichen) :love:
  • defensiv-flott schrieb:

    Na bei euch oben ist doch wenig mit Salz, wieso den Wagen dann wegschmeißen, wenn er denn noch gut fährt und nicht durchgerostet ist? Passt doch sonst nicht zu euch Niederländern, bei euch werden die Autos ja generell sehr lang gefahren
    Das liegt wohl daran, dass die APK (Algemene Periodieke Kontrole, ähnl. TÜFF) nicht so streng ist wie in Germanien. Hier steht man nicht so auf Hierachie und Machtgebaren (einige TÜV-Prüfer z.B. so: hier ist ein Rostloch das muss UNBEDINGT zugeschweißt werden und das hier auch und dann noch dies hier gefällt mir garnicht!), hier kennt man das Wort Selbstverantwortung. Und wer sich mit seiner Karre wegen Schludrigkeit "auf's Maul legt", also ein teures Ticket kassiert, ist selber Schuld. Und bei den üppigen Beträgen überlegt man sich das vorher.
    Außerdem spielen noch andere Dinge eine Rolle wie z. B. die Haftpflichtversicherung. Meine vorletzte hatte 2016 den Preis von einem zum nächsten Jahr um 70% erhöht, von 12€ monatlich bei 80% Nachlass (Schadenfreiheitsrabatt, mehr geht übrigens nicht) auf 20€ oder so. Jetzt liege ich mit der billigsten Versicherung bei 26€ monatlich. Und je älter die Kiste wird, desto erheblich teurer wird es wohl. Dazu kommt ja noch die Kfz-Steuer, die auch nicht ohne ist und bei 56€ monatlich liege ich jetzt schon bei knappen 83€ monatlich an Fixkosten, nur das ein Auto vor der Tür steht. Der Liter Benzin kostet auch nochmal 1,63€ ca. Wenn man da irgendwo sparen kann, dann nimmt man es mit, vorallem wenn die Haftpflicht irrsinnig hoch ansteigt.
    Außerdem ist es auch eine Sache der Reparaturkosten. Ich würde für ein Auto, dass 15 Jahre alt ist und 190tkm auffe Uhr hat bestimmt keine 2000 € Werkstattkosten reinstecken, das macht für mich wirtschaftlich keinen Sinn.

    ruderbernd schrieb:

    Aber vorher die doppelte Zeit berechnen, eindeutig NEIN!
    Von doppelter Zeit habe ich nichts gesagt, nur um einen abschätzbaren und deutlich mit dem Kunden kommunizierten Aufschlag. Also dem Kunden sagen, die Richtarbeitszeit ist nicht einzuhalten, weil .... deswegen gehe ich davon aus, dass es ca. 25% mehr Zeit kosten wird. Und wenn du, Kunde, die Preise mit anderen Werkstätten vergleichst, dann frage die, wie die mit Schwierigkeiten und den zeitlichen Mehraufwand aufgrund des Alters umgehen. So würde ich es vllt. machen, was spricht denn dagegen?
  • Man merkt, du bist direkt vom Fach :D

    Shroubair schrieb:

    wenn du, Kunde, die Preise mit anderen Werkstätten vergleichst
    Glaube mir, für die Kunden ist die Zahl die auf dem KV steht, bzw. die sie hören das einzig entscheidende.

    Du kannst ja gern mal 4 Wochen Praktikum machen und Kundengespräche führen, KV erarbeiten usw. Dann wirst du da auch etwas anders mit umgehen.
    KFZ-Schlosser aus Leidenschaft - MK3 Kombi, 2.0 Benziner, geboren am 09.12.2004, EZ 01.2005
    Mein Verbrauch ich weiß, ich bin ein "Verbraucher" :D
    Hier ist ein Link zu der Firma in der ich arbeite
    kfz-service-jeserig.de/
    Wer aus der Nähe ist, kommt einfach mal vorbei

  • ruderbernd schrieb:

    Du kannst ja gern mal 4 Wochen Praktikum machen und Kundengespräche führen, KV erarbeiten usw. Dann wirst du da auch etwas anders mit umgehen.
    Dann würde ich die extra Reserve-Arbeitszeit da mit draufpacken und auch so ausweisen. Dann steht da eben
    6,5 Stunden schrauben, kleckern, klotzen und heulen
    evtl. bis 1 Stunde extra Zeit weil altersbedingt Schrauben festwachsen, kann auch weniger sein aber nicht mehr