MK3 2.2 TDCi, BWY, Bj.2006, Bremsanlage/ Kupplungszylinder wie richtig entlüften?

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  • jelu1a schrieb:

    artkos schrieb:

    Damit brauch kann ich auf keinen Fall auf den Prüfstand
    Wenn du nur das Gefühl hast, dass es einseitig ist, ist der Prüfstand zur Diagnose aber angebracht.
    Wenn deine Bremse nie trocken war, kannst du den BKV als mit Luft gefüllt ausschließen, und brauchst ihn nicht irgendwie ansteuern.
    Meinst wohl ABS-Block.
  • Nach drei Jahren Standzeit würde ich gar nicht erst überlegen ob ich mit reinigen vielleicht, eventuell irgend etwas erreiche. ;)
    Einmal komplett neu und gut. Das sollte die eigene Sicherheit und die der anderen wert sein.
    Einen 10 Jahre alten Reifen, steckst du doch auch nicht in die Reifenwaschmaschine und montierst ihn danach ruhigen Gewissens nur weil er wieder wie neu aussieht. ;)
    :thumbsup: Einmal Mondeo - immer Mondeo! :thumbsup:
    Fuhrpark:
    Mondeo MK3 2.0 TDCI Turnier 131 PS schwarz Ghia (meiner)
    Mondeo MK3 2.0 Duratec HE Turnier 146 PS schwarz Ghia X mit Styling Paket (meiner Frau ihrer)
    Fiesta MK5 1.25i 16V Zetec SE 75 PS schwarz Kool (dem Junior seiner) *Verkauft am 22.10.2019*

    Mondeo MK1 2.5 V6 Turnier 170 PS dunkelblau Ghia (wird aufgearbeitet und wartet auf sein H Kennzeichen) :love:
  • Condomino schrieb:

    Nach drei Jahren Standzeit würde ich gar nicht erst überlegen ob ich mit reinigen vielleicht, eventuell irgend etwas erreiche.
    Nun ja -- ist ja garagiert gestanden... einmal Führungsbuchsen reinigen ist nicht viel Aufwand und gleich gemacht.... Bei dem Moped von meinem Sohn das ist 5 Jahre im Freien gestanden... nachdem der Sattel sich nicht gleich gelöst hat hab ich den Bremssattel komplett neu gegeben und fertig. Wären die Schrauben nicht so vergammelt gewesen hätte ich auch erstmal ordentlich gereinigt und mit neuen Manschetten versehen...
  • Ist jetzt eh ein Aufwasch, wenn ich alles zerlege, wird auch alles neu gemacht. Kommen auch neue DichtungsRepsätze bei den Bremssätteln rein, kann nicht schaden und falls nötig auch neue Bremszylinder. Mit den neuen Dichtungen, die ein reines Verschleißteil sind, ist es meist gut. Führungshülsen seh ich mir eh an und wenn die gut sind bleiben sie nach Reinigen drin, ansonsten fliegen die mit raus.

    Es ist nicht wirklich nötig, den ganzen Bremssattel zu tauschen, wie es hier vorgeschlagen wurde. Ein wenig Rost auf den Sätteln beeinträchtigt in keinster Weise die Funktion. Sicherheitsbedenken sind überflüssig, denn mit neu abgedichteten Zylindern und neuen Staubschutzmanschetten sowie freigängigen eingefetteten Führungsbolzen ist alles für die Sicherheit getan. Wer zu viel Kohle übrig hat, kauft von mir aus alles vollständig neu, halt ne Geschmacksfrage und jedem seins. ;)

    Hab schon mehrfach an verschiedenen Fahrzeugen mit Wechsel der Dichtungen, Manschetten und manchmal, wenn nötig auch des Bremszylinders langanhaltend Ruhe in der Bremsanlage gehabt. Natürlich müssen die Gleitflächen sauber gemacht und leicht gefettet werden. Nehme das hitzefeste graphithaltige schwarze Fett. In der Regel sind dann auch die Scheiben samt Belägen mit erneuert worden. Macht ja auch Sinn, wenn sie eh innerhalb eines halben oder auch ganzen Jahres kommen würden, das direkt mit zu machen. Die alten Vorderradlager haben mich schon früher geärgert und sie werden jetzt endlich ausgebaut, neue liegen schon über 4 Jahre in der Garage.

    @ KX292
    Prima, danke für den Link! Dann kann ich mich später auch um das Teil kümmern und die vermutlich allererste Brühe aus dem Zylinder der Kupplung entfernen. Das Entlüftungsteil lege ich mir ebenfalls zu.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von artkos ()

  • artkos schrieb:

    BKV ja, liegst wahrscheinlich richtig, daß es der nicht sein dürfte; seh ich nun auch so.
    Sorry, ich meinte nicht den BKV, sondern den ABS-Block. Den brauchst du nicht mit ForScan entlüften, wenn er nicht trocken fiel.


    Pommi schrieb:

    Mist, meinte türlich jelu1a.
    :hail: Habe mich auch angesprochen gefühlt.

    .......................
  • Ich hatte vorm Urlaub einen 10 Jahre gestandenen Chevi auf Arbeit, der hatte auch ein sehr schlechtes Bremsgefühl.
    Neue Bremsflüssigkeit, alles einmal zerlegt und gängig gemacht, Bremssättel nicht geöffnet, nur Führungen gemacht.
    Dann auf Runde und immer wieder bremsen, bremsen, bremsen.
    Der hatte dann irgendwann top Bremswerte.
    KFZ-Schlosser aus Leidenschaft - MK3 Kombi, 2.0 Benziner, geboren am 09.12.2004, EZ 01.2005
    Mein Verbrauch ich weiß, ich bin ein "Verbraucher" :D
    Hier ist ein Link zu der Firma in der ich arbeite
    kfz-service-jeserig.de/
    Wer aus der Nähe ist, kommt einfach mal vorbei

  • Hätt ich ja gern länger ausprobiert, nur Mondi ist nicht zugelassen und außer paar kleine Runden durchs Dorf war leider nicht drin, selbst das schon weit übers Erlaubte...

    Hab jetzt alles zerlegt, die Führungsbolzen und die Bremszylinder sind innen gut, außen ein wenig Rost. Das macht nichts. Mich macht nur stutzig, daß die Werkstatt, die früher mal an diesem Firmenfahrzeug in den ersten 3-4 Jahren dran gearbeitet hat, da mit dem graphithaltigen Fett innen alles eingesifft hat, statt Plastilube zu nehmen. Die Schicht ist richtig zähplastisch und Zylinder gleitet da nicht optimal mit. Vielleicht erklärt das den misserablen Druckaufbau. Könnte mir vorstellen, das das Fett in der Stillstandszeit deutlich gealtert ist.

    Gummis Staubschutz sind auch sehr steif. Anders als mir bisher untergekommene Manschetten, haben sie änlich wie Simmeringe noch ne Metallpressung, die gegen die Innenzyinderwand drückt, drin. Stattt sonstige Dichtungen die ich bisher sah, welche in eine Rille im Zylinder greifen, so in etwa wie Nut/Feder.
    Dichtungsringe verden vermutlich ihre besten Tage hinter sich haben, wenn auch nichts Auffälliges sichtbar. Der Dichtungs Rep-Satz wird mit Versand so um knapp über 25 Teuros mit Versand (bei Autodoc waren es fast 40) für alle 4 Sättel kommen, damit macht man nichts verkehrt und ich hab ein deutlich besseres Gefühl, selbst wenn es für mich selbst mit ein wenig mehr Arbeit verbunden ist.

    Wollte hier von den Zylindern ein Bild einstellen, keine Idee, wie es zu machen ist. Im Nachbarforum MT geht das einfach, hier soll ich einen Link eingeben. Hab ich nicht und in der Cloud möchte ich auch nichts haben. :airborne:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von artkos ()

  • artkos schrieb:

    Wollte hier von den Zylindern ein Bild einstellen, keine Idee, wie es zu machen ist.
    Das ist doch nun wirklich einfach :D
    Unten auf Dateianhänge klicken, gewünschte Bilder vom Rechner/Handy hochladen, Miniaturvorschau einen Platz im Text geben und fertig
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  • Ah, ok und Danke!
    Hatte in der oberen Zeile neben dem Link-Symbol drauf geklickt und mich nicht schlecht gewundert. Aber das Gute, was so nah liegt, einfach nicht entdeckt... :crazy:

    Hier ein paar Bilder. Das Fett hatte ich bereits von den Bremszylindern weitestgehend abgewischt, was jetzt noch sichtbar ist, so war das vollflächig auf allen drauf. Gleitfähigkeit sieht sicher anders aus. Versteh die Verwendung dieses Fettes gerade an Bremszylindern eher nicht, da wäre vermutlich Wälzlagerfett noch besser gewesen, tippe ich mal, wobei ich nicht weiß, ob auch da was gegen spricht.

    IMG_8336.JPGIMG_8338.JPGIMG_8339.JPGIMG_8341.JPGIMG_8350.JPGIMG_8351.JPG
  • Wenn ich mir die Sättel so ansehe... wo ist das Auto die letzten 2 Jahre gestanden? Am Grund der Donau?

    Gerade bei den hinteren Bremssätteln gilt: Überholen macht noch lange nicht die Handbremsmechanik wieder wie neu.. die Dinger haben geplante Obsoleszenz. Das habe ich jetzt schon von 2 freien Werkstätten gehört und das betrifft nicht nur Ford.

    Ich geb dir schriftlich: wenn du die hinteren nicht tauschst sondern wieder einbaust, wirst du in spätestens einem Jahr mit hängenden Handbremsen dastehen...
  • Könnte man meinen, aber es war schlicht nur auf dem Hof. Nichtfahren nagt, wie man sieht, fehlt dann wohl doch ab und an ein kräftiger Fahrtwind, der alles abtrocknet.

    Mach Dir keine Sorgen, das sieht schlimmer aus als es ist. Die beweglichchen Teile sind frei von Rost und ich hab schon schlimmere Trümmer voriges Jahr von nem 20 Jahre alten Golf 4 hergerichtet, bis auf einen von den vieren, der mußte definitiv neu, weil Zylinder mit Sattel fest miteinander vergammelt war.
    Die anderen drei mal eben gesandtstrahlt, Rillen freigemacht und mit Aluzinkfarbe die Außenflächen konserviert.

    Der gute Golffahrer hatte es nicht wirklich geschnallt, daß er keinen Meter mehr hätte fahren dürfen. Der Einlauf von mir im Nachhinein kam sicher etwas spät und ich hoffe dennoch auf Sensibilisierung bei ihm.
    Nicht nur, daß kein Belag an diesem Bremssattel mehr vorhanden war, also eine echte Eisenbremse, der Sattel hinten rechts hing mittlerweile schlicht fest, also null Bremsfunktion an diesem Bremssattel hinten rechts.

    Wichtig ist es, auch die Dichtung zum Hebel Handbremsseil mit zu wechseln und narürlich, nach Sicht -u. Funktionsprüfung über Verbleib oder ggf. auch Austausch, neu zu entscheiden. Der Sattel als solcher ist eh nur Träger, da spielen paar Roststellen auf den Außenflächen gar keine Rolle, solange die darin enthaltende Mechanik und die Gleitflächen nicht hin sind. Neu kann jeder, ich finde, es darf ruhig überholt werden, wenn keine Nachteile in Funktion gegeben sind. Ich gehöre noch nicht zur Ex-u. Hopp Generation, es wird repariert, was reparabel ist.
    Natürlich sieht so ein Teil mit neuer Farbe schon vertrauenerweckender aus, keine Frage. Das Auge "ißt" hier schließlich sprichwörtlich mit. ;)
  • artkos schrieb:

    Wichtig ist es, auch die Dichtung zum Hebel Handbremsseil mit zu wechseln
    Die werden fast nie undicht - bleiben nur hängen.. und glaub mir, das haben schon viele versucht die hinteren Sättell hinsichtlich der Handbremsmechanik zu überholen und trotzdem sind die Dinger wieder stecken geblieben... so ist das nun mal mit der geplanten Obsoleszenz... die vorderen Sättel würde ich auch überholen, aber hinten tausch ich einfach und gut ist es. Will dann ja Ruhe haben für mehr als 6 Monate.

    Tante Edit meint noch: Es gibt auch Leute die stärkere Federn zum Zurückholen der Hebel einbauen oder eine zweite dazuhängen - meine ehrliche Meinung zu solch einer Vorgehensweise: das ist Pfusch und grob fahrlässig!
  • hartundweich schrieb:

    artkos schrieb:

    Wichtig ist es, auch die Dichtung zum Hebel Handbremsseil mit zu wechseln

    Tante Edit meint noch: Es gibt auch Leute die stärkere Federn zum Zurückholen der Hebel einbauen oder eine zweite dazuhängen - meine ehrliche Meinung zu solch einer Vorgehensweise: das ist Pfusch und grob fahrlässig!
    Das habe ich noch nie gehört, die gehören geteert, gefedert und gesteinigt! :ill:

    Was die Überholung auch speziel der hinteren Sättel betrifft, die hab ich nun wirklich oft genug gemacht, wenn ansonsten nach Sicht- u. Funktionsprüfung nichts dagegen sprach. Ansonsten würde ich genau wie Du, für lieber neu entscheiden, wenn alte Substanz es nicht mehr sicher hergeben sollte. Das gilt im gleichen Maße für die Bremsleitungen, einschließlich den Gummileitungen die ich genau ansehe und falls nötig, rechtzeitig austausche. Gerade die Gummileitungen werden manchmal vernachlässigt, wie ich paar Mal anläßlich Bremsenreparatur sehn durfte. HU-Prüfer entdecken scheinbar auch nicht immer alles.

    Von zwei Fahrzeugen des letzten Jahrzehntes, an die ich mich erinnere, kann ich berichten, daß die so schon mehr als 7 Jahre mit überholten Sätteln ohne jeglichen Ausfall fahren, drei weitere jetzt 2, 4 und 5 Jahre und eben der Golf nun 1 Jahr.

    Wir werden sehn, wie es in meinem Fall ausgeht. Werde berichten, sofern ich nach vollständigem Zerlegen nicht doch für neu entscheide, falls Überholen weniger als 2-3 Jahre halten sollte, versprochen. Bei nur knapp über 3 Jahren wäre ich nicht zufrieden, würde aber mit leben können.